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Nebel


lautlos
bewege ich mich durch den nebel
einer scheinbaren realit?t

ertaste
mit nicht existenten fingern
dein herz

losgelassen
versinke ich in den tiefen
einer irrealen welt

in der ich
nicht
bin
in der du
nicht
bist

wo bist du?
bitte, ber?hr mich!
2.11.05 18:09


Sternschnuppen

So dunkel sind manchmal die Sichtweisen und man f?hlt sich so alleine und einsam.
Man hat das Gef?hl nichts zu sehen, niemand ist da der hilft und die, die da waren sind schon lange weg.
Und dann, ganz pl?tzlich und unerwartet taucht hell und strahlen eine Sternschnuppe in dein Leben die dir zeigt, das das, was schon lange weg erschien noch immer auf dich acht gibt und dir den Weg erleuchtet.

"Sternschnuppenspektakel am Nachthimmel: Der Meteorstrom der Tauriden l?sst derzeit seltene, besonders helle "Feuerkugeln" am Firmament aufflammen."

Einen klaren Himmel und viele Sternschnuppen w?nsche ich heute Nacht
4.11.05 20:39


Letzte Tränen

Wenn sich das Dunkle ins Helle wandelt
Und das B?se gestorben ist
Dann ist da nur eine Garantie
?brig f?r mich ? offensichtlich

Wenn die letzte Tr?ne getrocknet ist
Wird die Zeit die ?ngste im Inneren heilen
Denn die letzten L?gen k?nnen nicht die Wahrheit fern halten

Die letzte Tr?ne ist geweint
Ich werde das Licht sehen
Verlasse ich die Vergangenheit f?r das Aufgehen des Tages
Wissend die Tr?ume bleiben

Wenn die letzte Tr?ne getrocknet ist
Wenn mein Herz zu leben lernt
Und meine Augen vergeben k?nnen
Stimme ich ?berein, dass das Schicksal mich frei setzt ? lautlos

Wenn die letzte Tr?ne getrocknet ist
Wird die Zeit die ?ngste im Inneren heilen
Und die letzten L?gen k?nnen nicht die Wahrheit fern halten

Wenn die letzte Tr?ne geweint ist
Werde ich das Licht sehen
Verlasse ich die Vergangenheit f?r das Aufgehen des Tages
Wissend die Tr?ume bleiben

Wenn die letzte Tr?ne getrocknet ist
Werde ich nicht mehr verletzlich sein
Werde ich nicht mehr verleumdet werden wie vorher
Weil ich stark genug bin

Angef?hrt von deiner Liebe
6.11.05 19:56


Falsch verbunden

Gro? und klein, ein Theaterst?ck von Botho Strauss. Szenen aus dem Leben einer jungen Frau (Lotte), die kreuz und quer durch Deutschland f?hrt auf der Suche nach ihrem Mann, nach Freunden, nach einem Halt, nach Verst?ndigung. Sie landet, krank ohne Symptome einer Krankheit, im Sprechzimmer eines Arztes, der sie sanftermahnend wieder nach Hause schickt. Wer einen K?rper hat ohne Ausschlag und ohne Wunden geh?rt nicht in die Pflege der Medizin. Dabei ist dieser K?rper mit Wunden und Beulen ?berzogen, die sich die Frau im Umgang mit Menschen geholt hat: Sie will raus aus ihrem K?rper und ihrer Existenz und eckt best?ndig an, ohne es selbst noch zu merken.

Dieses St?ck lief vor einigen Jahren bei uns im Theater. Dem ersten Sehen des St?ckes, folgten noch weitere 7 mal. Ich habe damals nicht begriffen was mich daran so in seinen Bann zieht, heute beginne ich es zu erahnen. Die Einsamkeit der Menschen, vielleicht auch die selbst auferlegte Einsamkeit!?

Hier ist meine Lieblingsszene:

Wo -
hin?

So wie ich hier sitze,
m?sste ich l?ngst gegangen sein.
Ich darf nicht vergessen,
dass es mich zum Gehen dr?ngst,
so wie ich hier sitze.

Frieder ist gegangen
und Nichtfrieder ist gegangen.
Egbert ist gegangen
und Inge ist gegangen.
S?ren und der T?rke ist gegangen.
Wilhelm, Meggy, Pechstein
und Karin sind es.
Zuletzt ging Paul.

Norden S?den
Osten Westen
Nordost
Nordnordost
undurchdachte Ferne.
Ein Grad ein Strich
Falls verstorben
Dann Himmel oder H?lle
Buch oder Meer ?
ich w?sste nicht,
wo sie sonst noch stecken k?nnten.
Die Windrose
und die Rose der Windstille noch dazu:
mehr gibt es ja nicht.
Das ist das ganze Daseinsrund.
Oder Oval.

Paul blieb nicht.
Das Zimmer blieb nicht.
Bernd und Schwester Annegret
blieben nicht.
Borgward, Vater und Clown Grock
blieben nicht.
Ja, hier im Buch
blieb nicht einmal die Schrift der G?ste.
Die Schrift blieb nicht.
Ich sitze gr?ndlich ?u?erst im Freien!
So wei? wie das Buch
darf ich nicht werden.
Ich aber nicht!
Wenn erst die blinden Seiten weiter um sich greifen ?
dann aber gottbefohlen, mein Missliebchen.

Wo-
hin?
Jeder Schritt kann der falsche sein.
Wohin in dieses ?berall?
?u?erst frei, ?u?erst frei.
Gr?ndlich.

Gesetzt, ich ginge Paul zu suchen.
Gesetzt, ich w?sste, wo beginnen...
Nein. So gedacht, komm ich nicht hoch.
So gedacht, kommt keine Sterbliche
vom Sitzen ins Gehen.
Vorsicht, Missliebchen, Vorsicht!
Gedacht ist gedacht.
Sowas l?sst sich nicht schw?rzen
wie eine verbotene Zeile im Buch.
Solange aber ich es bin, die denkt,
kann es nur falsch sein.
Oder mit Pauls Worten:
Bleibe still hier sitzen,
rede niemals vor dich hin.
Wir alle kommen bald zur?ck.
Gut, gut.
So sag ich denn zu allem, was ich denke,
nein!

Fr?her, wenn ich einmal
so gar nicht vergessen konnte,
war mir Emilie eine gute St?tze.
Emilie ging vor Karl.
Karl ging vor Dorothee.
Dorothee ging vor Johann.
Zuletzt ging Paul.

Dich liebe ich.
Dich liebe ich!

K?nnte er mich h?ren?
Je nach dem.
Im Westen vielleicht.
Im Westen sind es,
von mir aus gesehen,
nicht mehr als rund achttausend Kilometer
bis ans Ende des Westens,
wo Amerika aufh?rt und der Osten beginnt.
Im Westen k?nnte Paul mich h?ren,
k?nnte! Wenn auch leise, wenn auch kaum.
Vielleicht ein Wispelpispel w?rd er merken
und es dann f?r seine innere Stimme halten.
Sein Piepsstimmchen,
auf das er sowieso nicht achtet.
Tja, das sagt sich so.
Wie es wirklich ist,
wei? niemand.

Nat?rlich kommt keiner zur?ck.
Redensart.
Bis heute nicht.
Nicht einer.
Woher?
Gehen ist Gehen und Gehen.
Die Dinge l?sen sich.
Soviel wei? die Forschung.
Oder, bitte, das G?stebuch.
Buch verliert Schrift!
Oder der Mund.
Mund verliert Rouge.
Die Dinge l?sen sich.

Der Acker verliert seine Saat.
Der Tod verliert seine Toten.
Die Dinge, die zusammenpassen,
haben sich satt und fliegen auseinander.
So wie das All ganz allgemein.
Es explodiert unendlich langsam vor sich hin.
Wir fallen nicht, wie oft getr?umt,
wie fliegen aufw?rts auseinander.
So gesehen, bekommen die Dinge jetzt
erst ihr eigentliches Gewicht.
All und ?berall, aufw?rts
auseinander!
Weshalb sich gegen die allgemeine Entwicklung stemmen?

H?rst du? Stuhl!
Wach auf! Alter! Fauler!
Nur du und ich, wir sitzen hier noch fest.
Du auf Erden, ich auf dir.
Die Entwicklung hat uns ?berrollt, sagst du?
Noch lange kein Grund sich gehenzulassen, Alter!
Irgend etwas mu? der Mensch doch immer wollen!
Irgend etwas hat die Stunde doch immer geschlagen!

Kling Klang Gloria
Oh du sch?ner Himmel, immer wieder einmalig!
Und Wolken, nasse B?uche, Luftfahrtschau!
Kling Klang Gloria
Der Himmel heute liegt als eine H?hle rund um uns,
ein Scho?, ein Garten,
und wir, die kleine Erde, kommen morgen erst zur Welt.
Kling Klang Gloria

Wei? Lotte nicht,
was Lotte sagt?

Nein, gn?diger Herr, ach...
Eure Braut, die Missliebige, wei? es nicht mehr.

Du nennst dich meine Braut?

Ich sagte es nur aus H?flichkeit,
allm?chtiger Vater.
Ich wusste nicht, das Ihr schon so in der N?he seid.

Achgott, bei mir sieht es chaotisch aus...
Nein, bitte, lasst mich!
Ich bin nicht die, f?r die Ihr mich haltet.
Hab mich eben nur verplappert.
Na und? Und mir nichts gedacht dabei.
Ich schw?r?s, nichts davor und nichts dahinter.
N?her d?rft Ihr mir aber nicht kommen,
Ehrw?rdiger Sch?pfer, ich bitte Euch.
Ich kann Euch weder Schale noch Kelch sein,
und auch kein anderes Gef??,
Ihr w?nschtet denn, ich zerspr?nge
und ich platzte aus all meinen N?hten.
Euch kann ich nicht auch noch aushalten!
Dazu bin ich nicht stark genug...
Oh nicht dieses Gelb!
Gelb ist miene Schreckensfarbe!
Nicht diese gelbe Erleuchtung!
Nehmt die Josefine oder die Meggy,
die kann in H?nden lesen,
aber ich doch nicht!
Ich bin unw?rdig!
Oh Herr, das soll meine Strafe sein?
Nur weil ich ein bisschen vor mich hingeredet habe?
Was soll ich denn tun?
Warum habt Ihr alle die anderen fortgeschickt?
Warum?
Was?!...Versteh nix.
La?t mich! Fort! Irrtum! Falsch verbunden!
Nein!...Hilfe, Hilfe!

Das Buch, das Buch...
So leer es ist, so schwer es blieb.
Fa? mich nicht an! Geh weg!

Fa? mich nicht an!

Ich glaube nicht,
dass ich ihn absch?tteln konnte.
Er dringt hin, wo er will.
Wahrscheinlich ist er schon da, wo er hin wollte.

Blut!...Was blute ich am R?cken?
Am R?cken war doch nichts...

Glaube Liebe Hoffnung
Glaubeliebehoffnung: Nein!

Er kriegt mich klein...!
Ich sehe es kommen, er kriegt mich noch klein.
Oh wie habe ich nicht aufgepasst!
Erst alle fortschicken
und dann auf mich losgehen...
Erst alle fortschicken
und dann an mir sein Wirkwerk langsam beginnen...

Oh nein...Oh nein.
12.11.05 16:54


...



Man, was ist blo? los mit mir?
Am Wochenende war ich noch fest davon ?berzeugt das es eine gute Idee ist in meinen Heimatort zu fahren, auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln, genau nach zu f?hlen, Bilder der Erinnerung zu suchen.
Vielleicht w?re es besser das nicht allein zu machen?
Ein guter und berechtigter Einwand!
So entschied ich mich es auf kommendes Wochenende zu verschieben, denn da bin ich nicht allein.
Und nun gerate ich ins wanken mehr noch, halte ich nun das ganze Thema f?r l?cherlich. Und dabei kam ich so gut voran, habe mich am Thema mit meiner Therapeutin heran getraut, hatte das Gef?hl auf einem zwar sehr schwierigen, aber guten Weg zu sein. Und nun bezweifele ich schon wieder alles, halte es f?r Einbildung, eine L?ge.
Ja, die Gef?hle sprechen eine andere Sprache, aber kann ich ihnen vertrauen, sind sie nicht auch nur pure Einbildung?
Es fehlen die Erinnerungen, Bilder, es sind nur Gef?hle, nicht begreifbar, eine Ahnung und doch kein Wissen.
Eine Schlange die sich lautlos durch mein Leben zischelt jedoch nicht zu sehen ist man f?hlt nur hin und wieder ein kleines schl?ngeln...
Was wenn sie zu beisst oder hat sie das schon?
14.11.05 17:35


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